Digitalisierung ist eine großartige Sache – und gleichzeitig prasselt es auf uns ein. Immer neue Kanäle, über die Nachrichten und Informationen hereinkommen. Ich erlebe das selbst, und ich höre es von vielen Führungskräften: Den ganzen Tag zugeballert, kaum Zeit zum Atmen, dazu eine Kollegin oder ein Kollege, der gerade mehr Aufmerksamkeit braucht. Und am Ende des Tages die Frage: Was habe ich eigentlich wirklich geschafft?
Vor einigen Jahren war ich in den USA an einer riesigen Wanderdüne. Hinunterzurennen hat großen Spaß gemacht. Der Weg wieder hinauf war ermüdend: zwei Schritte vor, einer zurück. Genau so fühlt sich für viele der Führungsalltag an – emotionaler Druck, eine Arbeitslast, die langsam ans Limit kommt.
Die Frage, die wir uns gestellt haben: Wie kann ich trotz Alltagsdruck meinen Bereich wirklich gestalten? Wie schaffe ich immer wieder Momente für mehr Klarheit – auch wenn es stürmt?
Eine Mikropause heißt: den Alltag kurz unterbrechen und bewusst Abstand nehmen. Nicht, um auszusteigen, sondern um die Aufmerksamkeit neu auszurichten. Was könnte mir jetzt helfen? Brauche ich vielleicht doch eine längere Pause? Und was ist – mit Kraft und Fokus – der nächste Schritt?
Ich erlebe häufig das Gegenteil: Ein Meeting endet, das nächste beginnt, man geht einfach weiter. Mikropausen bringen mehr Leben ins Arbeiten. Ich unterscheide dabei zwei Ebenen: die ganz persönlichen Mikropausen und die Mikropausen im eigenen Team.
Wer Verantwortung für ein Team oder einen Bereich trägt, kann auch dort ganz bewusst Fokus schaffen.
Für eine Standortbestimmung kann eine SWOT-Analyse dienen oder die Standortbestimmung Unternehmensführung von Element Führung, ein Reifegradmodell entlang des Betriebssystem für Führung – lead/OS. Der Blick richtet sich dabei auch auf Themen, die im operativen Alltag leicht übersehen werden, für die Entwicklung der Organisation aber strategisch bedeutsam sind.
Große Wirkung entsteht selten durch mächtige Programme. Sehr häufig entsteht sie durch kleine, klare, konsequente Schritte im Alltag. Experimentieren Sie damit.
Seien Sie sich aber auch bewusst: Viele kleine Mikropausen helfen, den Tag zu überstehen. Wenn grundsätzlich etwas im System nicht passt, lösen sie das nicht. Dann braucht es Zeiten, das Ganze mit Abstand anzuschauen und zu fragen: Wo kann ich gestalten, damit es grundsätzlich anders wird?
Wir wünschen Ihnen gutes Gelingen und den Mut, längerfristig dranzubleiben – und wenn es beim ersten Mal nicht klappt, einen anderen Weg zu wählen.
Sie möchten eine Standortbestimmung mit Ihrem Führungsteam durchführen? Sprechen Sie uns an.
Lars Stängle begleitet seit über 25 Jahren mittelständisch geprägte Organisationen aus Wirtschaft, Sozialwirtschaft und öffentlicher Verwaltung in Führungsfragen.
Sein Ziel ist die langfristig gesunde Entwicklung von Menschen und Organisationen. Er stärkt die Veränderungskompetenz in Organisationen, damit diese wirksam mit Komplexität und wachsender Veränderungsgeschwindigkeit umgehen.
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